Standort Wahl
Sicherheit & Schutzzonen
Tank-armaturen
Wartung und Prüfung
Tankgrößen

Flüssiggas wird nicht über ein Leitungsnetz an die Haushalte verteilt,
sondern außerhalb des zu versorgenden Gebäudes in einem Tank gelagert.
Soll ein Gebäude mit Flüssiggas beheizt werden, wird ein Gastank als Flüssiggas-Behälter benötigt.
Deshalb gilt, den richtigen Standort zu wählen, Wartungen einzuhalten und die passende Größe für Ihre Bedürfnisse zu wählen.

Flüssiggas-Lagerbehälter ERDGEDECKT

Standortwahl
Mit unseren Tipps zur sicheren Standortwahl

Erdgedeckt eingelagerte Behälter sind nahezu unsichtbar. Sie liegen mindestens 50 cm unter der Oberfläche und sind damit optimal gegen thermische Einwirkung geschützt. Lediglich der Domschacht, unter dem sich die Armaturen befinden, ist zu sehen und darf nicht überbaut werden. Bei Einlagerung des Behälters im Bereich von Verkehrsflächen, z.B. Parkplätzen, Wegen, Straßen, muss nachgewiesen werden, dass die auftretenden Verkehrslasten keine unzulässige Belastung für den Behälter ergeben. Bei erdgedeckter Einlagerung des Behälters sind allseitig muldenförmige Vertiefungen durch Erdaufschüttungen, Böschungen, Mauern o.ä. um den Domschacht nicht zulässig. Eine solche Vertiefung liegt vor, wenn vom Domschachtrand bis zur kleinsten Entfernung der Begrenzung ein Verhältnis von 1:4 besteht.

Die Baugrube für den Flüssiggas-Lagerbehälter muss rechtzeitig vor der Anlieferung des Behälters ausgehoben sein und die entsprechenden Maße vorweisen.
ACHTUNG: Bei der Baugrubentiefe ist unbedingt auf das später endgültig geplante Erdreichniveau zu achten.
Der Behälter ist so einzulagern, dass die Erddeckung mindestens 50 cm beträgt. Der Boden der Grubensohle ist vor dem Einlegen des Behälters zu verdichten und mit einem Sandbett von mindestens 20 cm zu versehen. Der Behälter muss allseitig von einer mindestens 20 cm dicken, steinfreien Sandschicht umgeben sein, die in Lagen von 20 – 30 cm aufzufüllen und einzuschwemmen ist. Die Korngröße des Sandes darf 3,0 mm nicht übersteigen.

Der Behälter muss mindestens 0,8 m von unterirdischen Kabeln, fremden Leitungen und Gebäudefundamenten entfernt sein. Der LKW mit aufgesetztem Kran muss dicht an die Baugrube heranfahren können. Der Behälter muss direkt vom Transportmittel in die fertige Baugrube eingelagert werden, eine Zwischenlagerung auf der Baustelle ist nicht zulässig. Ist mit einer Veränderung der Lage des Behälters durch Grundwasser oder nicht abfließendes Oberflächenwasser zu rechnen, muss dieser mit mindestens 1,3-facher Sicherheit gegen Aufschwimmen gesichert werden. Die klassische Auftriebssicherung erfolgt mittels einer Betonplatte, die anstelle der Sandschicht in der Grubensohle eingebracht wird. Diese Betonplatte muss eine Stärke von mindestens 20 cm aufweisen. Vor dem Einbringen des Behälters muss auf der Betonplatte eine unverrottbare Unterlage zum Schutz der Behälterisolierung aufgelegt werden. Der Behälter muss mit einer geeigneten Spannvorrichtung an der Betonplatte befestigt werden.

Damit der Flüssiggas-Lagerbehälter problemlos betankt werden kann, sollten Sie bei der Planung des Standortes darauf achten, dass eine maximale Schlauchlänge von 40 Metern nicht überschritten wird.
Bitte beachten Sie: die Tankfahrzeuge haben ein Gesamtgewicht von 26 Tonnen. Sie müssen ungehindert zu- und abfahren können, daher ist meist das Halten auf öffentlichen Wegen zum Betanken des Behälters sinnvoll. Die Befüllung von der Straße ist zulässig, wenn der Durchgangsverkehr nicht wesentlich behindert wird. Das Befüllen dauert nur wenige Minuten.

Sicherheit & Schutzzonen
Für Flüssiggas-Anlagen müssen ein Alarmplan und ein Gefahrenabwehrplan aufgestellt werden. Diese Forderung ist durch die dauerhaft angebrachte Behälter-Betriebsanweisung erfüllt. Der geforderte Alarm- und Gefahrenabwehrplan ist inhaltlich in der Betriebsanweisung / dem Ex-Schutzdokument enthalten. Bei erdgedeckten Flüssiggas-Lagerbehältern sind die Sicherheitskennzeichen auf dem Deckel des Domschachts anzubringen. Die Forderung, Flüssiggas-Lagerbehälter vor dem Eingriff durch Unbefugte zu schützen, ist durch abschließbare Armaturenhauben und Domschachtdeckel erfüllt. Als Unbefugte sind betriebsfremde Personen anzusehen: z.B. alle nicht in den Betrieb der Anlage eingewiesenen Personen. Das entsprechende Tankschloss erhalten Sie bei uns. Dies ist ein Universalschloss aus Messing, somit ist gewährleistet, dass unsere Mitarbeiter auch ohne Ihr zutun die notwendigen Prüfungen bzw. die Befüllung des Behälters durchführen können.

Im Bereich eines Flüssiggas-Lagerbehälters sind für Ihre Sicherheit Zonen festgelegt, in denen betriebsbedingt bei der Betankung und Prüfung des Behälters, Gas-Luft-Gemische entstehen können.

EX – Zone 1:
Diese Zone muss dauerhaft von Zündquellen frei Gehalten werden, Sie befindet sich unter der Behälterhaube im Bereich der Armaturen. In dieser Zone dürfen nur EX-geschützte elektrische Geräte der Kategorie 1 oder 2 verwendet werden.

EX – Zone 2:
In dieser Zone dürfen während des Befüllvorgangs keine Zündquellen vorhanden sein.
Der Behälter ist so aufzustellen, dass eine allseitig gute Umlüftung sichergestellt ist. Die Forderung nach einer ausreichenden Umlüftung ist bei der Aufstellung im Freien dann erfüllt, wenn die Zone 2 an nicht mehr als zwei Stellen eingeschränkt ist. Bei Einschränkung an mehr als zwei Stellen sind ergänzende Maßnahmen vorzusehen.
Wichtig bei dieser EX-Zone ist, dass sie sich nicht auf Nachbargrundstücke oder öffentliche Verkehrsflächen erstreckt. In dieser Zone dürfen nur EX-geschützte elektrische Geräte der Kategorie 1, 2 und 3 verwendet werden.

1. Inhaltsanzeiger:
Mit dieser Anzeige kontrolliert man den Füllstand des Behälters, auf einer Skala von 0 – 100 Prozent. Über diese Anzeige können Sie entscheiden wann der Behälter wieder befüllt werden soll. Wir empfehlen Ihnen, für eine rechtzeitige Belieferung, spätestens bei  einem Inhalt von 20% die Bestellung zum befüllen des Behälters aufzugeben, dieser Bereich ist in der Anzeige rot markiert.  Bitte beachten Sie, dass ein Flüssiggas Behälter aus Sicher-heitsgründen nur zu maximal 85 Prozent gefüllt werden darf, nur so können temperaturbedingte Druckschwankungen im Flüssiggas ausge-glichen werden. Da der Inhaltsanzeiger vor der Armaturenhaube am Behälter angebracht ist, sollte man darauf achten, dass die Schutzkappe immer auf der Anzeige vorhanden ist.

2. Sicherheitsventil:
Schützt den Behälter vor Überdruck, der durch Sonneneinstrahlung oder sonstige Wärme-strahlung entstehen kann,  indem es bei mehr als 15,6 bar Behälterinnendruck öffnet um den überdruck abzulassen. Die innenliegende Feder des Sicherheitsventils schließt das Ventil wieder fest und dicht sobald der überdruck entweichen konnte.

3. Flüssigentnahmeventil:
Dient dem Tankwagenfahrer zur Entleerung des Behälters um diesen vor einem Transport oder einer Instandsetzung zu entleeren bzw. drucklos zu machen. Zudem bietet es die Möglichkeit bei großem Energiebedarf z.B. bei Industrieanlagen, einen Verdampfer anzuschließen. Dieses Ventil darf nur von Fachpersonal bedient werden.

4. Überfüllsicherung mit Gasentnahmeventil:
Hat Mehrere Funktionen, an ihm wird zum einen die Gaszufuhr zum Verbrauchergerät mit einer ersten Druckregelstufe angeschlossen. Somit ist dieses Ventil auch das erste Ventil um die Gasentnahme zu öffnen bzw. zu schließen. Des weiteren sorgt die automatische Überfüllsicherung für einen Stopp der Befüllung durch Abschaltung der Pumpe im Tankwagen, zusätzlich enthält es ein Peilrohr über das die Füllgrenze von 85% geprüft werden kann. Über das Ventil kann außerdem der Betriebsdruck an einem Manometer abgelesen werden.

5. Füllventil:
Hier wird der Füllschlauch des Tankwagens während eines Befüllvorgangs angeschlossen. Das Füllventil ist mit einer Rückschlagkappe ausgestattet. Durch eine Abdeckung wird der Anschluss während des Betriebs vor Witterungseinflüssen geschützt.

6. Armaturenhaube:
Schützt die Armaturen gegen Witterungseinflüsse und mit einem Sicherheitsschloss vor unbefugtem Zugriff.

Wartung und Prüfung von Flüssiggastanks
Die Installation, Befüllung und Wartung der Flüssiggas-Lagerbehälter müssen von einem Fachbetrieb vorgenommen werden. Dann kann Flüssiggas genauso gefahrlos eingesetzt werden, wie andere gängige Brennstoffe.
Für die Prüfung von Flüssiggas-Lagerbehältern gibt es gesetzliche Vorschriften und Grundlagen für die Prüfintervalle. Die Einzelheiten für die Prüfung von Flüssiggastanks erfolgt nach den Vorgaben des Produktsicherheitsgesetzes (ProdSG) und der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) und sind dort festgelegt. Die Prüfung muss von zugelassenen Überwachungsstellen und befähigten Personen durchgeführt werden.

  • einmalige Prüfungen
    • vor Inbetriebnahme einer Flüssiggasanlage
    • nach wesentlichen Veränderungen
    • nach Instandsetzungsarbeiten, welche die Betriebssicherheit beeinflussen
    • vor einer erneuten Inbetriebnahme nach einer Betriebsunterbrechung von mehr als einem Jahr
  • wiederkehrende Prüfungen
    • Aüßere Prüfung: alle 2 Jahre, Ausrüstung, Aufstellung es Tanks, Äußerer Zustand des Anlage
    • Innere Prüfung:  alle 10 Jahre, Ausrüstung, Aufstellung es Tanks, Äußerer Zustand des Anlage, Prüfung des Sicherheitsventils, Isolation des Behälters bei unterirdischen Tanks

Ersparen Sie sich teure Überraschungen und sorgen Sie mit einem Wartungsvertrag vor.